Cecilienkoog


Der Cecilienkoog wurde zwischen 1903 und 1905 eingedeicht und ist nach der Kronprinzessin Cecilie benannt. Die Baufinanzierung erfolgte jeweils zur Hälfte aus privaten und öffentlichen Mitteln. Zur Refinanzierung wurden die einzelnen Ländereien am 19.2.1906 in Bredstedt öffentlich versteigert. Hierzu wurde der Koog in 66 Parzellen aufgeteilt. Um einen Mindestkaufpreis festzulegen wurden die Parzellen je nach Güte in drei Klassen eingeteilt. Schon wenige Tage nach der Versteigerung wurde durch die Regierung der Zuschlag erteilt, sodass die Arbeiten auf den Feldern beginnen konnten.

 

Die Anfangszeit im Cecilienkoog war für die Landeigentümer sehr schwierig. Es gab weder feste Straßen noch bezugsfertige Häuser. So bewirtschafteten einige Besitzer ihr Land von ihren in der Umgebung liegenden Höfen aus, andere kamen zur Feldbestellung im Frühjahr und dann erst wieder zur Ernte im Herbst.

 

Die Wohnhäuser auf den elf Höfen wurden zwischen 1906 und 1922 gebaut. Die Ausrichtung der Betriebe und die Nutzung der Flächen hat sich über die Jahrzehnte stark verändert. Bis in die 1970er Jahre hinein waren Ackerbau und Milchviehhaltung die Hauptbetriebszweige auf den Höfen. Heute sind es der Ackerbau und die Schweinemast.

 

Von den elf landwirtschaftlichen Betrieben werden heute nur noch fünf aktiv bewirtschaftet. Die anderen Betriebe haben ihre Ländereien meist auf Grund von fehlenden Nachfolgern verpachtet.

 

Aber das Gesicht des etwa 400 Hektar großen Cecilienkooges wird nicht nur durch die aktive Landwirtschaft geprägt, sondern auch durch innovative Betriebe. So sind im Koog ein Gesundheitshof (Denker), ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien (GP Joule), ein Fachbetrieb für Gartenplanung und Gartengestaltung (Walter Stollberg) sowie ein landtechnisches Lohnunternehmen (Thies Güldenzoph) ansässig.